LESERBRIEF

Coburger Tageblatt 9.6.2000: Jugendarbeit wichtiger denn je

Neue Presse Coburg 10.6.2000: SV Weidach bleibt beim Sportheimbau am Ball

Nach wissenschaftlichen Untersuchungen haben 40 Prozent der Zwölfjährigen Kreislaufprobleme. Jedes dritte Kind zeigte Haltungsfehler, jedes zweite Muskelschwäche!

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber möchte die geforderte dritte Sportstunde wieder einführen. Dies ist lange überfällig. Die erschreckenden Untersuchungsergebnisse zeigen aber auch, daß der Staat hier allein überfordert ist. Die Gesellschaft ist auf das ehrenamtliche Engagement, daß in den Sportvereinen gezeigt wird, heute mehr denn je angewiesen!

Doch auch die Vereine dürfen nicht allein gelassen werden. Nur in kooperativer, enger Zusammenarbeit kann dem negativen Trend bei der Volksgesundheit erfolgreich entgegen gesteuert werden. Darauf beruft sich auch der Weidacher Sportverein. Eine entschlossene Truppe ist angetreten, um mit den Vereinen gleichzuziehen, die schon alle lange ein Sportheim direkt am Sportgelände haben. Erfolge sind bei uns v.a. in den Jugendabteilungen zu verbuchen. Die Nachhaltigkeit ist jedoch nur möglich, wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen. Die Aufbruchsstimmung im Verein soll jetzt genutzt werden, um ein Sportheim auf dem idyllisch gelegenen Vereinsgelände zu bauen. Doch nur mit einer tragbaren Darlehensaufnahme, massiver Eigenleistung und mit staatlichen Mitteln kann dies umgesetzt werden.

Dazu gab es in der Weitramsdorfer Gemeinderatssitzung eine ausführliche Diskussion. Hier wurde ich im Bericht vom 7.6.2000 falsch zitiert. Ich habe lediglich gesagt, falls wir einen so großherzigen, privaten Spender wie der TSV Weitramsdorf hätten, müßten wir gar nicht an die Gemeinde mit einem Zuschußantrag herantreten. Bürgermeister Hermann Lankl brachte von sich aus den damaligen gemeindlichen Zuschuß ausführlich in die Diskussion ein. Darauf beruft sich die SV Weidach nicht – weder in der Sitzung, noch im dreiseitigen Antrag. Wir haben genügend eigene Argumente, die eine spürbare Unterstützung der Kommune rechtfertigen. Zum Beispiel , daß ein geräumiger Jugendraum eingeplant ist. Leider wurde darüber nicht geschrieben. Auch wurde das Finanzierungskonzept nicht exakt wiedergegeben. Viele Mitglieder und Freunde des Vereins nahmen an der Sitzung als Zuhörer teil. Alle, die nicht dabei sein konnten sind jetzt durch die Berichterstattung verunsichert. Doch sie können beruhigt sein: Alle Verantwortlichen arbeiten an einem Konsens fähigen neuen Antrag, über den in der Gemeinderratssitzung am 10.7. abgestimmt wird. Da unser Sportheim so konzipiert ist, daß Sportler, Kinder und Jugendliche, Gemeindebürger und Gäste dort einen attraktiven Familien-Treffpunkt erhalten, wird das Gemeinwohl damit entscheidend und nachhaltig gestärkt.

Deshalb sind wir sind nach wie vor überzeugt, daß wir in einer fairen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Gemeinde das dringend benötigte Sportheim bauen dürfen.

Erwin Winkler

1. Vorsitzender der SV Weidach.