Neun Jahre
Vorstand bei der SV Weidach 1921 e.V.
Ein
persönlicher Rückblick
von
Erwin Winkler
Als am 6.1.1998 Willi Tetzlaff nach fünf Jahren als Vorstand zurücktrat, wurde ich als sein Nachfolger vorgeschlagen. Ich nahm das Vertrauen der Versammlung an und stellte mich unvoreingenommen der reizvollen Aufgabe den Verein zu führen und nach besten Kräften weiterzuentwickeln.
Vor dieser Zeit war ich im Verein als Hobbyfußballer und Jugendbetreuer aktiv, hatte auch gerne bei der Ausgestaltung der 75-Jahr-Feier im Jahre 1996 mit geholfen.
Das nächste große Jubiläum auf unserem
Vereinsgelände waren 1999 die vielfältigen Aktivitäten zur „850-Jahre Weidach“ - wieder mit gelungenem Festumzug und großem
Bierzelt. Bei dieser akribisch geplanten Großveranstaltung bewährten sich
unsere Abteilungen im harmonischen Miteinander von Ortsvereinen und Gemeinde.
Am 1.12.2001 veranstalteten wir im Grünen Baum den Festkommers „80 Jahre SV Weidach“.
Im Beisein von vielen Ehrengästen wurden langjährige Mitglieder für ihre Treue geehrt sowie neue Ehrenmitglieder ernannt. Ein Höhepunkt des gelungenen Festabends war das Verlesen der Vereinschronik durch die hoch dekorierte „Gallionsfigur“ der SV Weidach: Liselotte Engemann. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern, die den Verein am 25.11.1945 neu aus der Taufe hoben und seitdem zu den Erfolgsgaranten zählt. Als überall geschätzte Funktionärin des Turngaus Coburg-Frankenwald bekräftigte sie zudem über Jahrzehnte den guten Ruf der SV Weidach - im Dezember 2006 feierte sie mit ihren Damen das Jubiläum „30 Jahre Gymnastik“ im Sportheim.
Imagepflege ist neben integrativem Wirken über die Grenzen der einzelnen Abteilungen hinweg eine der Hauptaufgaben des 1. Vorsitzenden: der „gute Ruf“ eines Vereins muss gepflegt und ausgebaut werden, um Mitglieder und Werbepartner zu halten und diesen Kreis zu erweitern.
Eine intensive Pressearbeit mit Bildberichterstattung war deshalb für mich verpflichtend. Deshalb schrieb ich für die Tagespresse regelmäßige Artikel mit informativen, für das Weitramsdorfer Amtsblatt aber bisweilen auch mit unterhaltsamem Charakter. Eine umfangreiche Vereinszeitung, der „Volltreffer“ erschien viermal, über einige Saisons konnte für die Fußballfans mit dem Stadionmagazin „LIVE“ ein Sonderservice angeboten werden. Es freute mich, das diese Publikationen gerne gelesen wurden. Die Zahl der veröffentlichten Texte und Photos mag inzwischen wohl in einem vierstelligen Bereich angelangt sein.
Im Dezember 1999 habe ich die mit zahlreichen Rubriken und Links versehene SV Weidach Homepage www.svweidach.de im Internet installiert, die seitdem kontinuierlich aktualisiert wird. Dieses zeitgemäße Medium ist als Informations- und Kommunikationsplattform auch in unserem Verein nicht mehr wegzudenken. Allerdings musste das Gästebuch leider wieder aus dem Netz genommen werden, da einige noch nicht reif für diese Dialogkultur sind. Im Klartext: anonyme Beleidigungen werden über uns nicht veröffentlicht - schade für die konstruktiven Anregungen und Grüße der redlichen Homepage-Gäste. Bei der Öffentlichkeitsarbeit konnte ich ein weiteres Hobby nutzen: die Gebrauchsgrafik. An die hundert verschiedenen Plakate und Flyer durfte ich gestalten ( - und zahllose davon auch verteilen).
Nach den langen Stunden an Schreibtisch und Computer versuchte ich mich bei Fußball und Joggen fit zuhalten - im Staffelmarathon erzielte die Gruppe der SV Weidach jedes Mal ordentliche Zeiten. Gerne nahm ich mir auch die Zeit, um den Fußball-Nachwuchs durch Ober- und Unterfranken zu fahren, zu betreuen und anzufeuern. Hier war ich natürlich durch das Mitwirken meines Sohnes Sebastian besonders motiviert. In diesem Zusammenhang darf ich mich bei meiner Frau Ursula herzlich bedanken, ohne deren Geduld und Verständnis ich mich nicht in diesem Maße hätte engagieren können. Oft habe ich ihre Toleranz über Gebühr strapaziert, dennoch hielt sie mir, trotz der vielen Aufgaben mit Kindern und Haus, stets den Rücken frei
(- inzwischen sind wir, wie manche wissen, zusätzlich „auf den Hund gekommen“).
Hauptaufgabe war auch Geselligkeit und Vereinskasse zu beleben – herzlichen dank an alle, die hierbei mit geholfen haben!
Veranstaltungen wie der vergnüglich-bunte Rosenmontagsball wurde wieder eingeführt, Spaß machten auch die regelmäßig (bis 2005) abgehaltenen Hobbyturniere mit Einlagenspielen. Zudem zählen bzw. zählten über Jahre der von Familie Grimmig mit ihrem treuen Team gut organisierte IVV-Wandertag, Kirchweihtanz, TT-Lagerfeuer mit Sommerfest (- z.T. mit Kinderolympiade) sowie die Biergarteneröffnung zu Himmelfahrt zu den erfolgreichen Veranstaltungen. Ortsmeisterschaften im Badminton wurden abgehalten und Ausflugsfahrten unternommen: beispielsweise mit der Fußball-Jugend zu Bundesligaspielen oder zur Brauereibesichtigung nach Weismain, unserem guten Partner nicht nur für die durstigen Phasen.
Die Organisation und Betreuung der Veranstaltungen war reizvoll, aber auch zeitintensiv, da sich über die längste Zeit niemand in einem Vergnügungs-Ausschuß engagieren wollte (- die auf- und zugeklappten Biertische und -bänke habe ich nicht gezählt …) - auch der Posten des Schriftführers wurde im letzten Jahr zur „Chefsache“.
Zu den angenehmen Pflichten, wie die Gratulation bei runden Geburtstagen und Jubiläen treuer Mitglieder zählte auch die Teilnahme an Festumzügen bei Feierlichkeiten befreundeter Vereine, hier darf ich mich bei dem treuen Fahnenträger Norbert Liehr bedanken.
Doch es gab auch bittere und schmerzliche Situationen - so manchem wertvollen Vereinsmitglied und Sportfreund musste ich am Grabe ein letztes Lebewohl sagen, versuchte ihm ein würdiges Geleit zu geben. Weiterhin gehörte es zu meinen Aufgaben, Termine mit Ortsvereinen, der Gemeinde sowie Konzepte mit unseren Partnern bei der Jugendarbeit (Spvgg Eicha, TSV Meeder , TSV Scheuerfeld) abzustimmen. Es war mir stets eine Freude, verdiente Sportkameraden für überregionale Auszeichnungen vorzuschlagen, oder unsere „Mannschaften des Jahres“ für die Ehrungen in der Gemeinde zu empfehlen.
Eine schöne Aufgabe war es auch stets, die Spenden, die die rührigen Damen mit dem Second-Hand-Basar erwirtschaftet haben, für unsere Jugendarbeit entgegen nehmen zu dürfen. Dem Team um Mauela Paul verdanken wir auch die schöne Schaukel, die im nächsten Frühling unseren Biergarten aufwerten soll.
Die spannendste und aufregendste Phase meiner Vorstandstätigkeit war sicherlich die Planung, Finanzierung und der Bau unseres Sportheims bis hin zur Organisation eines geordneten Gastbetriebs. Nachdem das liebevoll ausgebaute und von Sonja Westhäuser hervorragend betreute Clubheim „Alte Schule“ weder am Schul- noch am Vereinsplatz lag und die 1959 erbaute, inzwischen baufällige Sporthütte abgerissen werden musste, war dringender Handlungsbedarf angesagt: warum sollte es denn in Weidach nicht möglich sein, was alle Dörfer im Landkreis schon geschafft hatten - der Bau eines Sportheims?!
Diese Frage wurde mit überwältigender Mehrheit im März 2000 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geklärt und somit die wichtigste Entscheidung für die Zukunft des Vereines getroffen. Nach dem Motto „Jetzt oder Nie!“ war sich die Vorstandschaft im engen Schulterschluss mit Ehrenvorsitzenden Adolf Strauch und den zuverlässigen Sportfreunden einig - jetzt konnte endlich der Bau des dringend benötigten Sportheims in Angriff genommen werden!
Wertvolle Beratungen mit Sachverständigen und dem BLSV-Kreisvorsitzenden Peter Rückert folgten ebenso wie zahlreiche, intensive und detailgenaue Planungen bei unserem kompetenten Architekten Karl-Heinz-Glodschei - Verhandlungen mit Preisvergleichen bei Baufirmen schlossen sich an.
Eine Klippe, an der wir beinahe gekentert wären, waren die langwierigen, zähen Zuschussverhandlungen im Weitramsdorfer Rathaus. Doch im wiederholten, hartnäckigen Anlauf gelang es uns durch eine hauchdünne Mehrheit, dass uns die notwendigen Mittel zugesagt wurden. Mit privaten Spenden, einem Bankkredit, Mitteln des Landkreises und dem Zuschuss des Landessportverbandes konnte das Projekt nun umgesetzt werden. Besonders stolz bin ich auf die vorzeitige Auszahlung der erheblichen Mittel, die ich durch persönliche Vorsprache in der Münchner BLSV-Landesgeschäftsstelle erwirken konnte.
Wir starteten voller Elan: Holz wurde geschält, die Baugrube ausgebaggert, Holzständerwände bei der Fa. Seiler in Scherneck von unseren erfahrenen Holzexperten zusammengeschraubt, unsere Maurer stellten innerhalb von einer Woche das Untergeschoß auf die Bodenplatte der Fa. Bauer! Der Innenausbau dauerte natürlich länger. Aber auch Putzen, Fließenlegen, Malerarbeiten, Küchen- und Thekeneinbau gingen zügig voran. Die Installationen wurden durch die Weidacher Fachfirmen Schlücke und Dorscht vorgenommen - bei Dach und Fassade zeigten die Firmen Elsner und Eichhorn ihr Können - wer sonst noch alles mitgeholfen (und gespendet hat) ist im Eingangsbereich des Sportheims dokumentiert.
Aber wer selbst schon einmal gebaut hat, weis, was alles auf einer Baustelle schief gehen kann. Das war bei uns natürlich nicht anders. Doch im Team wurden auch kritische Phasen gemeistert - auch der komplizierte Einbau des Hebewerks gelang.
Herzlichen Dank darf ich an dieser Stelle wiederholen an alle, die zum Erfolg des größten Kraftaktes in der Vereinsgeschichte beigetragen haben:
Dem Architektur-Büro Glodschei, unseren zahlreichen Baupartnern und vor allem unseren tüchtigen Fachkräften mit Helfern aus und um den Verein - denn ohne die über 7000 Stunden an unentgeltlicher Eigenleistung hätten wir trotz der Zuschüsse dieses Projekt niemals schultern können!
Im Telegramstil zusammenfassend die wichtigsten Eckdaten zum Sportheimbau:
Spatenstich 15.6.2001 - Grundsteinlegung 3.8.2001 - Richtfest 2.11.2001
Einweihung 2.11.2002 - Biergarteneröffnung 26.7.2003
In diesem Zusammenhang sei auch allen Sport-Funktionären, den Verwaltungen von Gemeinde und Landkreis gedankt, sowie den politisch Verantwortlichen - allen voran unserem Landrat Karl Zeitler, der auch oft als Schirmherr unserer Veranstaltungen fungierte.
Das Konzept „Sportheim“ (- mit Biergarten und ausreichenden Parkplätzen) geht bis heute auf: das Finanzierungskonzept hat sich prinzipiell bewährt - unsere Abteilungen haben eine Heimat. Versammlungen, Spielersitzungen, optimale Bewirtung bei Heimspielen, Sport im Gymnastik-, Partys im Jugendraum und Kinderfasching, Durchführung mehrtägiger Trainingslager, Sportübertragungen auf der zur WM 2006 installierten Großleinwand, diverse Veranstaltungen wie Kirchweihessen oder Preiskopf, sowie die stimmungsvollen Weihnachtsfeiern beleben unser schmuckes Sportheim, um das uns viele im Landkreis und darüber hinaus beneiden. Gerne werden unsere Anlagen auch für private Familienfeiern genutzt - schon einige der Sportfreunde haben hier ihre runden Geburtstage oder Polterabende zünftig gefeiert - auch Hochzeitsgesellschaften aus Coburg waren zufrieden.
Damit dies alles harmonisch (oder zumindest halbwegs reibungslos) funktioniert, ist viel Organisation und Geschick im Hintergrund notwendig - ein großer Dank an alle, die hier mitgeholfen haben, dass sich unsere Gäste wohl gefühlt haben und gerne wiederkommen.
Fazit: Unser Sportheim ist neben den
sportlichen Erfolgen oder der Sportkameradschaft, wie sie beispielsweise bei
der Donnerstags-AH gepflegt wird, zum Aushängeschild der SV Weidach
geworden!
Bei sorgsamer, wirtschaftlicher Nutzung und Pflege - hier stehen alle Mitglieder in der Verantwortung - können sich auch folgende Generationen daran erfreuen.
Die Alten haben für die Jungen gebaut. Die Generation dazwischen steht in der Verantwortung, damit die Jungen die geschaffenen Werten intakt an ihre Nachfolger weitergeben können!
Den Luxus eines schönen Vereinsheimes gibt es aber leider nicht zum Null-Tarif: Energiekosten, Gebühren, Steuern und Versicherungen müssen bezahlt, die Verbindlichkeiten erwirtschaftet werden. Deshalb sind wir auf einen guten Besuch unserer Mitglieder und auf Einnahmen aus Veranstaltungen angewiesen. Generell muss festgestellt werden, dass wir leider nur wenige Weidacher als Gäste begrüßen dürfen - doch mit den großen Coburger Events können wir auch beim besten Willen in keiner Weise konkurrieren. Dennoch können die notwendigen Mittel erzielt werden, wenn genügend Kräfte zusammen helfen - es macht Spaß und der Verein profitiert und somit die Mitglieder. Diese Erkenntnis zu vermitteln war ständige Motivationsarbeit - sie gelang mit unterschiedlichen Erfolgen.
Herzlichen Dank an alle, die bei unseren Veranstaltungen mitgeholfen haben!
2006 war finanziell gesehen eines unserer schwächeren Jahre. Obwohl es im Gastbetrieb durch den neuen Wirt bergauf ging, hatten wir bei unseren Veranstaltungen nicht die gewünschten Ergebnisse. Beim Rosenmontag gab es zwar eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, er blieb dennoch unter den Erwartungen, Himmelfahrt war total verregnet. Aber das Wetter ist nicht immer eine Entschuldigung: selbst bei bestem Wetter war das Lagerfeuer selten so schwach besucht. Die Einnahmequelle aus dem traditionsreichen IVV-Marsch versiegte, das beliebte Hobbyturnier fiel überraschend aus, weil sich die dafür eingeteilten „Sportfreunde“ einige Tage zuvor plötzlich nicht mehr zuständig fühlten. Gut lief hingegen der Preiskopf, die Kirchweih und unsere Privatverpachtungen, auch der Umsatz bei den Heimspielen war ordentlich.
Was gehörte noch zu meinen Aufgaben? Es waren verbindliche Verträge mit Wirtspersonal und Trainern für die Fußballsenioren zu schließen. Nach Jürgen Iffland (3 Jahre), folgten Detlef Meißner (4), Hubertus Nützel (1) und Thomas Schuster, der sich bereits im Jugendbereich bewährt hat und mit der 1. Mannschaft z. Zt. den direkten Wiederaufstieg anvisiert. Der künftige Erfolg der Abteilung wird auch davon abhängig sein, wie gut junge Spieler integriert werden können.
Daueraufgabe war es neue Mitglieder zu gewinnen und neue Abteilungen bzw. Gruppen zu integrieren wie z.B. Tae-Kwon- Do 2004 und die TT-Damen 2005. Dieses Team beflügelte unsere Herren derart, das vor dem Jubiläumsjahr 2007 (50-Jahre TT) so viele Erfolge verbucht werden konnten, wie nie zuvor (- zumindest in meiner Amtszeit als 1. Vors.).
Neue Sportgruppen wurden gegründet, bei zu geringer Resonanz wieder eingestellt.
Trotz unserer niedrigen Beiträge (12 € Schüler / 48 € für Erwachsene im Jahr) sind wir gegenüber anderen Anbietern (wie der VHS oder teuren Sportstudios) in einigen Bereichen leider keine Alternative. Appelliert werden musste vereinzelt auch, dass Spartenleiter ihre Sportler zuverlässig im Verein anmelden (wir können es uns nicht leisten, von Schnorrern ausgenutzt zu werden!)
und ihrer Gruppe verdeutlichen, dass ein Verein ein Wirtschaftsbetrieb ist. Dieser elementarer Sachverhalt war leider auch nicht jedem bewusst, der Veranstaltungen betreute. Im Wiederholungsfall musste hier konsequent reagiert werden.
Freude bereitete die Zusammenarbeit mit der Fußball-Jugendabteilung, die unter der Regie des unermüdlichen Bernd Pätzold und seinem engagiertem Team einen enormen Aufschwung erlebte bzw. noch immer anhält. Regelmäßige Meisterschaften und die mehrtägigen Jugendturniere in der Turnhalle und auf unserem Platz zählen zu den großen Pluspunkten bei der SV Weidach. Die Jugend gilt es weiter zu fördern, damit künftig nicht nur sporadisch junge Spieler den Seniorenkader ergänzen.
Deshalb wäre es sinnvoll - wie auf der Mitgliederversammlung am 11.10.2006 angeregt - wenn auf dem Nordgelände ein kombinierter Fest- und Trainingsplatz entstehen könnte. Ob dazu der Erlös meines Abschiedsgeschenks - der Bandenwerbung - verwendet werden kann bzw. ausreicht), wird das neue Führungsteam entscheiden. Zu dem im Herbst 2006 fertig gestellten Projekt einige Daten: Geländerbau (Materialkosten mit Befestigungstechnik 4000.- €) - 26 Werbetafeln ( = Einnahmen über die nächsten 5 Jahre von knapp 20.000 €). Danke allen Helfern und vor allem den Firmen und Geschäftsleuten für ihre wertvolle Unterstützung (- eine Auflistung ist auf unserer Homepage www.svweidach.de zu finden).
Am 6.1.2007 endet nach neun bewegten und interessanten Jahren meine Zeit als Vorsitzender bei der SV Weidach.
Auf der Versammlung im Oktober 2006 habe ich die Gründe für meinen Rücktritt erklärt. Ausschlaggebend war, dass ich neben Familie, Beruf und meiner Gemeinderatstätigkeit nicht mehr so viel Zeit aufbringen kann, wie für die Führung des Sportvereins benötig wird. Immer seltener fand ich auch Zeit, um bei den AH-Fußballern mit zutrainieren - ich bin inzwischen leider nur noch ein sportlich passives Mitglied.
Wegen akutem Zeitmangel wollte ich schon vor zwei Jahren zurücktreten bzw. mich auf den Posten eines 2. Vorsitzenden zurückziehen, doch die Jugendabteilung motivierte mich zum Weitermachen. Auch hatte damals das sich redlich mühende Thekenpersonal bei einigen Mitgliedern Akzeptanzprobleme - der Zeitpunkt eines Rücktritts wäre ungünstig gewesen.
Mit unserem tüchtigen Wirt Ronald Bock ist jedoch seit November 2005 diese Schlüsselposition sehr gut besetzt und da auch die Abteilungen gut geführt sind, kann ich mich nun mit ruhigem Gewissen zurückziehen.
Nach insgesamt ca. 200 Vorstands-, Bau- und diversen Sondersitzungen (incl. Mitglieder- und Jahreshauptversammlungen und einiger heikler, nicht öffentlicher Sitzungen), unzähligen Grußworten bei Veranstaltungen, Festreden, Preisverleihungen bei Turnieren sowie Ehrungen haben sich die Funktionsträger und Mitglieder der SV Weidach ein neues ( - bzw. anderes) Gesicht an der Führungsspitze verdient.
Bitte unterstützt kooperativ die umstrukturierte Vereinsführung, zu der auch weiterhin bewährte Kräfte gehören werden, im Sinne einer fairen, zukunftsorientierten Sportkameradschaft. Bei allen künftigen Entscheidungen wird auch weiterhin das Gesamtwohl des Vereins stets Priorität vor Abteilungs- oder Einzelinteressen genießen - das darf ich sicher voraussetzen.
Abschließend darf ich mich für die Unterstützung während der neun Jahre bei den loyalen Vorstandskollegen Wolfgang Rupprecht, Ludger Schäfer, Martin Gahn, Wolfgang Voigt und Ralf Mandler bedanken.
Bei den Sportkameraden, bei denen ich mich nicht persönlich auf den Weihnachtsfeiern oder an der Jahreshauptversammlung verabschieden konnte, bedanke ich mich für das Vertrauen, die Zusammenarbeit und wünsche allen noch viele Jahre
Alles Gute bei der SV Weidach
!
Erwin Winkler, 1. Vorsitzender
Weidach, den 6. Jan. 2007